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Konferenz 2015: Weimar als Herausforderung

Zeitraum: 27.11.2015 09:00 Uhr - 28.11.2015 16:00 Uhr

Die Weimarer Republik und die Demokratie im 21. Jahrhundert

Die deutsche Demokratie steht im 21. Jahrhundert vor neuen und vielfältigen Herausforderungen. Sinkende Wahlbeteiligung und steigende Politikverdrossenheit, neue Parteien und neue Protestbewegungen (zum Teil mit sehr alten Ideen), Terror in der Welt und die Rückkehr des Krieges nach Europa, soziale Ungleichgewichte in Europa und in Deutschland – die Liste ließe sich verlängern. Soll ausgerechnet die Weimarer Republik, die „überforderte Republik“ (Ursula Büttner) Antworten auf diese Fragen parat haben? Die Konferenz will diese Frage stellen. Mit dem näherrückenden Zentenarium der ersten deutschen Demokratie soll untersucht werden, welche  Herausforderungen Weimar heute an Wissenschaft und museale Vermittlung, an politische Bildung und politische Praxis stellt – und wie Weimar uns helfen kann, unsere Demokratie heute zu beleben.

Konferenzleiter:
Michael Dreyer, Andreas Braune

Progammflyer

Tagungsbericht bei H-Soz-Kult

Programm

Freitag, 27. November

Eröffnung der Wanderausstellung
„Die Weimarer Republik: Deutschlands erste Demokratie“

14:00 im Ostbahnhof Berlin, Eingangshalle

Heiko Maas
Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz

Eröffnung der Tagung

16:00 in der Vertretung des Freistaats Thüringen beim Bund, Mohrenstr. 64, 10117 Berlin

Michael Dreyer (Jena)

Malte Krückels
Staatssekretär für Medien und Bevollmächtigter des
Freistaats Thüringen beim Bund

1. Sitzung (16:30–18:00):
Weimar als Herausforderung – ein erster Überblick

Ursula Büttner (Hamburg)
Weimar – wer war überfordert?

Detlef Lehnert (Berlin)
Chancen und Möglichkeiten, Strukturen und Normen

2. Sitzung (18:00–19:30):
Weimar und politische Bildung – Vorbild und Vermittlung?

Moritz Kilger (EJBW, Weimar)
Weimar und die Demokratie für junge Bürger

Thomas Krüger (Bundeszentrale für politische Bildung)
Weimar und politische Bildung. Die Perspektive aus der Bundesebene.

Antonio Peter (Landeszentrale für politische Bildung, Thüringen)
Weimar und politische Bildung. Die Perspektive aus der Landesebene

Dinner für Teilnehmer

Sonnabend, 28. November

3. Sitzung (10:00 –11:30):
Weimar als Ausstellung – Demokratie sichtbar machen I

Stephan Zänker (Weimarer Republik e.V.)
Konzeption einer Wanderausstellung

Alf Rößner (Stadtmuseum Weimar)
Weimar in Weimar – die Mühen der Ebene

4. Sitzung (11:30–13:00):
Weimar im Museum – Demokratie sichtbar machen II

Arnulf Scriba (DHM, Berlin)
Das museale Weimar in der Hauptstadt

Thomas Schleper (Landschaftsverband Rheinland, Köln)
Weimar in der Region

Mittagessen

5. Sitzung (14:30–16:00):
Weimarer Biographien für das 21. Jahrhundert

Walter Mühlhausen (Heidelberg)
Friedrich Ebert in der politischen Erinnerung

Torsten Oppelland (Jena)
Erzberger – der vergessene Märtyrer

Kaffeepause

6. Sitzung (16:30–18:00):
Weimarer Revisionismus – Geschichte neu denken

Alexander Gallus (Chemnitz)
Die vergessene Revolution 1918

Dirk Schumann (Göttingen)
Weimar und die Geschichtswissenschaft

7. Sitzung (18:00-19:30):
Weimarer Revisionismus – Deutschland und Europa

Tim B. Müller (Hamburg)
Weimar und Europa neu gedacht

Justus H. Ulbricht (Dresden)
Kulturstaat Weimar und die Bundesrepublik

Empfang mit Abendimbiss

Sonntag, 29. November

8. Sitzung (10:00–11:30):
Weimar und die Kultur – Herausforderung bis heute

Martin Sabrow (Potsdam)
Die Republik in der Öffentlichkeit – Symbole und Feiertage

Jens Riederer (Stadtarchiv Weimar)
Weimar und die Reichsverfassungsfeiern

9. Sitzung (11:30–13:00):
Rechtswissenschaft – Verfassungsordnung und Sozialstaat

Christoph Gusy (Bielefeld)
Weimar und das Grundgesetz – normative Grundlagen

Franz Josef Düwell (Konstanz)
Weimar und die Organisation der Arbeit

Christoph Müller (Berlin)
Staat und Republik – juristisches Denken in Weimar und Bonn

Mittagessen

10. Sitzung (14:00–15:30):
Politikwissenschaft – Weimar und unsere Demokratie

Marcus Llanque (Augsburg)
Politisches Denken in Weimar und die Demokratie

Michael Dreyer (Jena)
Weimar und die Bundesrepublik Deutschland – ein Fazit